Das Kunstseidene Mädchen. 1931.2026

Ein spannender Kompositionsauftrag vom Staatstheater Braunschweig: die Bühnenmusik habe ich im Herbst 2025 komponiert und produziert.

Nach Irmgard Keun in einer Bearbeitung von Regina Wenig
Kühn, wild und rauschhaft – ein Leben auf Messers Schneide: Das ist Irmgard Keun, eine der erfolgreichsten Autorinnen der Weimarer Republik. Ein Leben am Abgrund: Alkoholexzesse, Exil und Verarmung, auch das ist Irmgard Keun.

»Etwas Liebe muss schon dabei sein, wo blieben sonst die Ideale?« sagt Doris, die blutjunge Protagonistin aus Keuns berühmtestem Roman, »Das kunstseidene Mädchen«, der 1932 erschienen ist. Doris träumt vom Erfolg, vom Theater und vom Kino, »ein Glanz« will sie werden, raus aus der Armut, der Provinz, nach Berlin reißt sie aus, dem verheißungsvollen Sehnsuchtsort. Knallhart ist das Leben dann dort. Sich selbst muss sie zu Markte tragen. In ihrem Lebenshunger gleicht Doris ihrer Schöpferin: schnoddrig, witzig, pointiert und voller Herz.

Die Theatermacherin Regina Wenig, die sich 2021 für das JUNGE! Schauspiel in Braunschweig bereits mit Sophie Scholl auseinandergesetzt hat (»Freiheit und Widerstand«), stellt in ihrer Inszenierung Irmgard Keun neben Doris, das »kunstseidene Mädchen«. Und sie blickt nach vorne, lässt die Träume dieser Frauen weiterwandern, in eine hoffentlich verheißungsvolle Zukunft.

Aufführungsdauer: ca. 2 h 30 min, eine Pause

 

Inszenierung: Regina Wenig
Bühne & Kostüme: Loriana Casagrande
Musik: Martin Lejeune
Video: Oliver Rossol
Dramaturgie: Ursula Thinnes
Licht: Andreas Rehfeld

Das kunstseidene Mädchen, Doris: Mariam Avaliani
Die Schriftstellerin, inspiriert von Irmgard Keuns Leben, Irm: Saskia Taeger
Heutiger junger Mensch, J.M.: Lina Witte
Hermann, Gegenspieler, Geliebter, Nachtgestalt…auch Freund: Hajo Tuschy

https://staatstheater-braunschweig.de/produktion/das-kunstseidene-maedchen-1931-2026-8349